|
Gythion ist eine der
touristisch am besten erschlossenen Städte in Lakonia.
Das Kulturjahr beginnt
traditionell am 6. Januar mit
der Feier der
"Wasserweihe" im Hafen.
Auch der Karneval hat sich inzwischen etabliert. Er
wird am letzten Samstag der
Fastnachtszeit mit einem Umzug
begangen. Es wirken sämtlich
Kulturvereine der Stadt und auch
der Nachbardörfer mit, wobei es
nicht an Spaß und politischem
Witz fehlt.
(Gythion wie es singt und lacht,
sozusagen :)
Ab
Mitte Juli bis Mitte August
finden verschiedene
Kulturveranstaltungen im Rahmen
der sogenannten
"Marathonisia" statt.
Sie reichen von
Sportwettkämpfen über Konzerte
bis hin zu Kunstausstellungen
und Freilichttheater im antiken
Theater.
Zum Ende des Sommers, etwa Mitte
September, erreicht für zwei
Wochen der Panijiri die Stadt,
der alljährliche Jahrmarkt mit
Budenzauber, traditionellen
Handarbeiten und fliegenden
Händlern.
Dicht darauf folgt am 30.
September das Marides-Fest mit
reichlich frischem Fisch für
den Besucher.
Die kleine
Insel Kranai, Schmuckstück
Gythions, beherbergt im
wiederaufgebauten Mani-Turm des
Tzani Tzanetaki das Heimatmuseum
der Mani.
Gythion, eine
der schönsten Hafenstädte des
Mittelmeeres, kann mit einer
ganzen Reihe guter Hotels
aufwarten, die den müden
Besucher aufnehmen.
Zur weiteren Entspannung
findet derselbe natürlich eine
Reihe von traditionellen
Tavernen, Restaurants, Kneipen
und vor allem Ouzerien vor, die
nicht zuletzt das für Gythion
so berühmte "Meze"
(Vorspeise) aus gegrilltem Oktopus servieren.
|
Gythion wurde
an den Hängen des Berges
Larysio (auch Koumaro) erbaut,
der steil zur Bucht von Lakonia
abfällt. Als mythische
Gründerväter sind Herakles und
der Gott Apollon überliefert.
Die erste Erwähnung der Stadt
geht ins 5. Jh. v.Chr zurück.
Die der Stadt gegenüberliegende
kleine Insel Kranai wird bei
Homer erwähnt, und zwar sollen
dort die schöne Helena und ihr
Paris nach der Entführung
aus dem Palast in Sparti und vor
der Einschiffung nach Troja die
erste gemeinsame Nacht verbracht
haben.
Schon in der Antike war Gythion
ein bedeutender Handelshafen
für die Phönizier, die dort
Purpurschnecken kauften. Später
verwendeten die Spartaner den
Hafen für ihre Zwecke - als
Kriegsmarinehafen.
Das antike
Gythion liegt nördlich von der
heutigen Stadt. Es sind noch
Überreste der Akropolis sowie
Grundmauern einiger Häuser
erhalten.
Am Fuße des Akropolishügels
befindet sich das gut erhaltene antike
Theater, das auch heute noch
für Freilichtveranstaltungen
verwendet wird.
Im Rathaus
schließlich ist die
archäologische Sammlung der
Stadt untergebracht, die Funde
der Gegend aus klassischer,
römischer und byzantinischer
Zeit zeigt.
Pausanias
der Periheget (3.Jh.n.Chr) über
Gythion
Das
archäologische Museum Das
antike Theater
|